Ist Jesus wirklich auferstanden oder ist die Auferstehungsgeschichte nur ein Märchen?

Auferstehung – Puh, keine leichte Kost.

Aber wo schon mal Ostern ist, sollten wir uns ernsthaft darüber unterhalten, was die Kirche uns da (mal wieder) für einen Quatsch aufgehaltst hat.

Denn die Auferstehungsgeschichte ist vor allem eines: Eine Geschichte.

Und gleichzeitig ist sie so viel mehr als das.

Sie ist DER Grundpfeiler der (katholischen) Kirche.

Auf sie stützt und stütze die Kirche all ihr Befugnisse, ihre Macht, ja sogar das bloße Recht auf Existenz.

Die Auferstehungsgeschichte ist und war durch Jahrhunderte DIE Legitimation für Gräueltaten und Kleingeistigkeiten im Namen Gottes.

Die Auferstehungsgeschichte war es, durch die sich die Kirche jahrhundertlang ihre Vormachtstellung gesichert hat (als Grundlage für Kriege und Terror).

OHNE die Auferstehungsgeschichte hätte die Kirche durch das Fehlen des HEILSMONOPOLS nicht mal im Ansatz den Erfolg gehabt, den sie letztlich hatte (und das an dieser Stelle mal vollkommen wertfrei).

Ohne HEILSMONOPOL hätte sich der Monotheismus nicht durchgesetzt.

Naja, Feuer und Schwert haben freilich auch ihren Teil dazu beigetragen – aber diese Vorgehensweise stützte sich ja (zumindest argumentativ) wieder auf das Heilsmonopol.

Und ja, ich behaupte mit Fug und Recht (und damit bin ich sicher nicht allein): Die Auferstehungsgeschichte, so, wie sie in der Bibel festgehalten, von schriftgelehrten Kirchenvätern ausgelutscht und jahrhundertelang propagiert wurde war und ist nichts anderes als ein Instrument zur MONOPOLISIERUNG und Sicherung der VORMACHTSTELLUNG – und damit hahnebüchener UNSINN!

Aber andererseits…

Klar, hat die Kirche Mist gebaut.

Aber vielleicht kann man einfach versönlich anmerken „Macht korrumpiert halt“.

Und für die Bibel kann die Kirche als Institution ja nichts.

Sie hat ihr Büchlein zwar immer verteidigt wie eine Bärenmutter ihr Junges, aber es war nicht ihre Idee.

Auch wenn sie sich nachher noch so sehr an jedem einzelnen Wörtchen festgekrallt und hochgezogen hat.

Der Inhalt der Bibel war von einem römischen Kaiser und seinen Beratern bestimmt worden – mit dem Ziel, das Christentum Staatsreligion werden zu lassen, um die Aufstände in Judäa unter Kontrolle zu kriegen.

Vielleicht macht das die Bibel dann ja sogar eher zu einer Art politischem Manifest denn zum religiösen Leitfaden?

Aber würde das auch gleichzeitig bedeuten, dass ausnahmslos alle Inhalte UNWAHR sind?

Oder darf hier und da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit schlummern?

Auferstehung? Völliger Quatsch! sagt Medium und All-day-Spirit Coach Jasmin Volck

Was ist Unsinn – und was vielleicht nicht?

Fakt ist: Es gab einen Mann Namens Jesus.

Wobei das natürlich unsere lateinische Übersetzung ist. Gerufen wurde dieser Mann Jehoschua oder Jeschua oder Jeschu (Jesus auf hebräisch eben).

Naja, um ehrlich zu sein gab es in der Region, in der Jesus gelebt und gewirkt haben soll, ganz schön viele Männer dieses Namens.

Aber immerhin gab es EINEN unter ihnen, der tatsächlich für „Furore“ gesorgt hat und mit seinen Aktivitäten bis an die Ohren „oppositioneller Chronisten“ drang (aus Sicht der römischen Zeitgenossen war das, was dieser Jesus da betrieben hat, nämlich Aufrührerei).

Und es gilt unter Historikern und Bibelforschern als so gut wie gesichert, dass es eben dieser Jesus war, dem nachgewiesenermaßen (also durch Quellen belegt) durch Pontius Pilatus der Prozess gemacht und der verurteilt wurde.

Eben dieser Jesus wurde dann zum Kreuzigungstod verurteilt, was zu der Zeit allerdings alles andere als besonders, sondern eher dem Stand und dem Verbrechen angemessen war.

Sprich: Kreuzigungen hatten sich als eine der Standart-Hinrichtungsmethoden durchgesetzt.

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Eine Kreuzigung war langwierig, wirklich überaus schmerzhaft und dürfte dadurch – selbst in Massen durchgeführt – für einen nachhaltig erschütternden und abschreckenden Effekt gesorgt haben.

Um es auf den Punkt zu bringen: In meinen Augen ist Jesus eine historisch belegte Person, die einen schrecklichen Tod starb.

Das sagt weder etwas über seine Abkunft, noch über sein Wirken aus – denn „gewirkt“ hat er, so viel steht fest.

Er war eine historisch belegte Person, die mit der Obrigkeit in Konflikt geriet und dafür einen der grausamsten Tode sterben musste, die der Mensch sich je ausgedacht hat (gut, vielleicht nicht unter den Top 10, aber sicher unter den Top 30).

So weit, so gut.

Was ist aber mit der Auferstehung?

Also ich persönlich LIEBE ja die Theorie, dass Jesus aufgrund Gabe von Opiaten überlebt hat und gesund gepflegt werden konnte – Selbstheilung hat er sicher voll drauf gehabt 😉

Das würde dann tatsächlich die physische Begegnung erklären, die uns überliefert ist – in der Bibel, die dazu gedient hat, einen Aufstand abzuwiegeln.

Was ich mittlerweile – durch meine Erfahrung in der medialen Arbeit – fast schon für wahrscheinlicher halte: Jesus Seele hat sich manifestiert, um seine Jünger wissen zu lassen, dass seine Seele weiterhin existiert und da nach dem Tod nicht nichts ist.

NICHT NICHTS. Es geht weiter. Die Seele existiert auch ohne physischen Körper nach dem Tod.

Aber wieso sollten deshalb alle so aus dem Häuschen gewesen sein?

Und wie kam es dann zu der Sache mit dem Heilsmonopol?

Andere Zeiten, andere Jenseitsvorstellungen…

Warum selbst „nur“ eine Manifestation von Jesus Seele und damit die Botschaft, dass es nach dem Tod eben NICHT aus und vorbei ist, für Aufsehen gesorgt hätte, lässt sich durch die gängigen Jenseitsvorstellungen der Zeit begründen.

Denn was wir heute wissen, ahnen, vermuten, diskutieren und als „Fake!“ bekreischen, stand damals einfach noch nicht zur Debatte.

Also zumindest nicht dort, wo es uns in dem Zusammenhang drauf ankommt.

Bei den Griechen ging man davon aus, dass die Seele des Verstorbenen in die Unterwelt hinab steigt, um dort aus dem Fluss Styx zu trinken. Das Wasser des Styx würde dazu führen, dass dieser ehemalige Mensch alle Erinnerungen an sein Menschsein verlöre und fortan in bewusstlosem Sein vor sich hin vegetierte.

Also wenn du mich fragst ist das kein besonders erstrebenswerter Zustand.

Erklärt aber, warum bei den alten Griechen große Heldentaten, die mit noch größerer Selbstaufopferung einhergingen, so wirklich hoch gehalten, gefeiert und geehrt wurden.

So ähnlich wie bei den Griechen war übrigens auch die Vorstellung der Römer.

Vergiss die große Ansprache Russel Crowes in der Eröffnungssequenz von Gladiator, als er seinen Soldaten mutmacht, indem er ihnen vom Elysium erzählt.

Stimmt nämlich nicht (ich weiß, künstlicherische Freiheit und so, schon klar. Stimmt aber trotzdem nicht).

Die Römer gingen davon aus, dass sie in eine Schattenwelt abdriften würden um dann eben dort vor sich hin zu vegetieren.

An anderer Stelle spricht Sokrates von einem traumlosen Schlaf, was etwa dem entsprochen haben dürfte, wovon Atheisten heute ausgehen.

Für meinen Geschmack auch nicht besonders erquicklich.

Ein klein wenig anders verhielt es sich mit den Juden. Hier läge man eben regungs- und bewusstlos unter der Erde, bis man irgendwann aufersteht – und das Ganze mit unklarem Ausgang, weil erst danach entschieden werden würde, wer denn jetzt bei Gott bleiben dürfe und wer verdammt sei.

So ein bisschen wie „The Walking Dead“, nur irgendwie endgültiger und mit einem drohenden Richterspruch, der zu den eigenen Ungunsten ausfallen kann.

Ein ewig schwingendes Damoklesschwert – steh ich ja so gar nicht drauf.

Kein Wunder also, dass die Aussicht auf bloße, friedvolle, bewusste Weiterexistenz zu derartigen Begeisterungsstürmen geführt hat.

Oder hätte.

Und da wäre es wohl auch Wurscht gewesen, ob „nur“ die Seele lebt, oder der ganze Körper gleich mit weitermacht.

Hauptsache, es geht weiter.

YAY!

Natürlich hat – oder hätte – das die Menschen in Strömen zusammenlaufen, mit riesengroßen, tränenerfüllten Augen niederknien und „Hurra!“ schreien lassen.

Wie gesagt: Ist ja auch kein Wunder, im Kontext der damals dort gängigen Jenseitsvorstellungen.

Die Geschichte, die dann da raus gemacht und bis aufs Blut verteidigt wurde – naja…

Die Nachwehen des kirchlichen Unsinns (mal wieder)

Ich schreibe das hier wirklich nicht, weil ich gern auf der Kirche rumhacke.

Aber ich nenne das Kind gern beim Namen, und immerhin basiert die verquere Jenseitsvorsellung der meisten von uns auf dem Käse, den die Kirche verzapft hat.

Wenn wir uns nämlich klar machen würden, dass „das Jeinseits“, „die geistige Welt“, „die andere Seite“ ein Ort bzw. Zustand der allumfassenden, bedingungslosen Liebe ist, an dem wir erkennen dürfen aber nicht verurteilt werden, würde sich so einiges ändern.

Vor allem, weil der Ort kein Exil ist, in das man verbannt wird, wenn man stirbt.

Für unsere Toten sind die Grenzen durchlässig, und sie sind immer für uns da, wenn wir sie brauchen.

Klar würde das eine ganze Institution von ihrem Sockel stoßen – ihr Heilsmonopol würde sich dadurch ja schlicht in Luft auflösen.

Aber wäre es nicht viel wichtiger, den Menschen, die trauern, Mut zu machen?

Sie WIRKLICH zu trösten, weil sie dann wüssten, dass ihren Lieben keine Gefahr droht?

Keine Ungewissheit.

Kein Gericht.

Keine Hölle, kein Fegefeuer – sondern dass nur Liebe und Verständnis auf ihre Lieben warten?

Ich für meinen Teil hoffe sehr, dass dieses Wissen sich mehr und mehr verbreitet.

Und vielleicht war es ja GENAU DAS, was Jesus uns einst mit auf den Weg geben wollte – und der Mensch hat in seiner Gier nach Macht und Geld einfach was ganz anderes daraus gemacht.

 

join the party!

 

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